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Anlaufstellen

Die permanente Belästigung und die Nachstellungen sollten unbedingt dokumentiert werden. Und zwar von Anfang an. Denn ganz hilflos steht man dem Stalking auch nicht gegenüber.

Über das Zivilrecht kann man eine Unterlassungsklage anstrengen. Hat diese Erfolg, muss sich der Täter künftig fern halten aus der unmittelbaren Nähe des Opfers. Da Verstöße gegen diese Auflagen Geld kosten, ist das häufig ein guter Weg, Stalker auszubremsen.
Stalking-Opfer sollten außerdem schon frühzeitig klare Verhältnisse schaffen und dem Täter erklären, dass er durch die Belästigung nichts erreichen kann. Gehen die Nachstellungen weiter, sollte man sie - zumindest nach außen hin - ignorieren. Reaktionen sind schließlich genau das, was der Täter provozieren will.
Ein weiterer wichtiger Schritt: Die Polizei alarmieren, damit der Fall aktenkundig wird.

Wenden können sich Stalking-Opfer an:

  • die Polizei,
  • Opferhilfe-Einrichtungen wie den Weißer Ring,
  • das Gericht. Dort werden so genannte Opfer-Anwälte vermittelt, die sich auf den Bereich
  • Stalking spezialisiert haben. Bei Gericht kann auch Prozesskostenhilfe beantragt werden.
  • Frauenberatungsstellen der Gemeinden
  • Rechtsanwälte, die auf Strafrecht und Zivilrecht spezialisiert sind