Die Tathandlungen bestehen je nach Motivationslage des Opfers aus:

  • Zahlreichen Telefonanrufen zu den unmöglichsten Zeiten im Büro oder privat
  • Bedrohenden Nachrichten auf dem Anrufbeantworter
  • Verleumdungen, Beleidigungen
  • Ständiger Präsenz des Verfolgers vor der Wohnung oder Arbeitsstelle des Opfers
  • Ständiges Auflauern
  • Geschenken, Liebesbriefen, später mit Beleidigungen, Drohungen
  • Zahlreichen SMS, E-Mails und Mailbomben, später auch Mailviren und Trojaner (Cyberstalking)
  • Sachbeschädigung (z.B. eingeworfene Fensterscheiben, zerstochene Autoreifen)
  • Verletzung des Postgeheimnisses (Stellen eines Nachsendeantrages, Aufbrechen des Briefkastens)
  • Einbruch
  • Körperverletzung (in einigen Fällen sogar Mord)

Die Tathandlungen sind vielgestaltig und daher kaum vollständig zu benennen. Charakteristisch ist, dass sie eine gewisse Kontinuität und Häufigkeit aufweisen. In manchen Fällen wird das Opfer über mehrere Monate oder gar Jahre hinweg vom Täter behelligt. Ein Stalking-Fall dauert - statistisch gesehen - im Durchschnitt zwölf Monate. Viele Fälle dauern jedoch weitaus länger - bis zu mehreren Jahren.

Die Opfer erleiden durch den ungewollten Eingriff in ihre Privatsphäre eine hohe psychische Belastung, die zu einem erheblichen Verlust an Lebensqualität führt, bis hin zum Wohnungs- oder Arbeitsplatzwechsel.

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