Clair's Welt

Unbedingt handeln sollten Cyberstalking-Opfer, wenn sie regelrecht vollgespammt werden bzw. wenn der Cyberstalker sie im Internet in Foren, Gästebüchern und/oder auf Websites diffamiert.

Die Fälle des Internetstalkings werden vermutlich noch weiter zunehmen. Davor die Augen zu verschließen ist sinnlos. In erster Linie gilt es Ruhe zu bewahren, sich aber gleichzeitig nicht zurückzuziehen oder selbst auf eine ähnliche Art und Weise anzugreifen. Mit jedem Gegenangriff auf ähnlichem Niveau macht sich das Opfer selbst wieder angreifbar. Auf der anderen Seite führt "Nichtstun" in der Regel zu keiner Verbesserung der Situation.

Wer sich im Netz bewegt, sollte regelmäßige Kontrollen via Suchmaschinen über die im Netz über sich selbst vorgehaltenen Informationen vornehmen, da erst diese Recherchen Rechtsverstöße oftmals offenbaren. Wer Äußerungen, Fotos oder weitere Daten im Netz aufspürt, die auf Internetstalking deuten, sollte dem nachgehen. Bieten sich Hinweise auf eine Straftat, sollte eine Strafanzeige bzw. ein Strafverfolgungsantrag konsequent gestellt werden. In jedem Falle sollte vor der Einschaltung der Polizei grundsätzlich nicht zurückgeschreckt werden.
Untätigkeit wird in dieser Hinsicht oftmals als Schwäche ausgelegt. Sinnvoll ist insbesondere das Aufsuchen von Selbsthilfeforen im Netz, die als erste Anlaufstellen gute Dienste leisten.

Je besser der Stalker sich mit den technischen Möglichkeiten des Internet auskennt, desto schwieriger ist es, ihn lahm zu legen. Leider empfiehlt es sich deshalb für den im Internet Gestalkten ein detailliertes Web-Tagebuch zu führen. So besteht die Möglichkeit, Täter über IP-Nummern und Browser zu überführen. Provider und Betreiber sollten angeschrieben und über rechtswidrige Handlungen in Kenntnis gesetzt werden, um von sich aus eine - ggf. vorläufige - Sperrung zu veranlassen.

Mit Hilfe von Abmahnung, Klage und Eilverfahren können Sie beleidigende Inhalte einer Website entfernen lassen und für jeden Fall der Wiederholung eine Vertragsstrafe (außergerichtlich) verlangen bzw. ein Ordnungsgeld, notfalls Ordnungshaft vom Gericht anordnen lassen. Dazu benötigt man nicht unbedingt eine sichere Kenntnis von der Person des Stalkers.

Wird Cyberstalking in Foren begangen, sitzt der Betreiber des Forums mit im Boot des Täters. Auch Provider können gezwungen werden, IP-Nummern und Email-Adressen heraus zu geben.
Das ist jedoch mühselig und oftmals gar nicht realisierbar. Hinsichtlich der Auskunftssituation gegen Provider ist die Situation für Betroffene jenseits strafrechtlicher Ermittlungen noch unbefriedigend. Sieht man es realistisch, so bleiben Fälle, in denen Stalker sich kalt lachend in den Weiten des Netzes unbehelligt davon machen.
Potentielle Opfer und die bereits von Cyberstalking Betroffenen sollten vorsichtig sein, wenn es um die Herausgabe persönlicher Daten und Informationen an Unbekannte geht, die für das Internet relevant sind.

Tipps für Opfer von Cyber-Stalking

  • Dem Stalker einmal nachdrücklich mitteilen, dass man keinen Kontakt wünscht, dann nie mehr antworten;
  • Wenn man in Chats oder Foren attackiert wird, den Angreifer ignorieren, schlimmstenfalls die Runde verlassen;
  • "Google yourself": eigenen Namen und Adresse bei Google in Anführungszeichen setzen, dann suchen: So findet man heraus, was alles über einen selbst im Netz gespeichert ist;
  • E-Mails vom Stalker, Websites und Nachrichten per SMS speichern. Es reicht nicht aus, einfach einen Ausdruck der betreffenden Mails oder Sites zu machen, sondern diese müssen auch digital gespeichert werden, idealer Weise vor Zeugen.

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Clair
Autor: ClairWebsite: http://www.clairweb.deE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Webmaster und Blogger
Autor Info
Clair, geb. 1966, aufgewachsen in Sondershausen, lebt heute in Baden-Württemberg. Sie ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Hobbys sind Ahnenforschung und Fotografie, außerdem ist sie mit Leidenschaft Webmasterin und betreibt mehrere eigene Webprojekte.

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