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Sie besitzen weder Mitgefühl, Schuldgefühle noch soziales Verantwortungsgefühl -  rund 500.000 Menschen in Deutschland haben psychopathische Neigungen, rund drei Prozent der Gesamtbevölkerung. Dabei wird aber nicht gleich jeder Psychopath zu einem Kriminellen à la Dr. Hannibal Lector aus dem Film „Das Schweigen der Lämmer”.

Studien zeigen, dass auf rund 20 Prozent der Straftäter in deutschen Gefängnissen die Diagnose Psychopathie zutrifft - aber nicht jeder Psychopath wird gleich zu einem Kriminellen. Denn viele Menschen mit psychopathischen Neigungen sind extrem zielorientiert, intelligent, erfinderisch, ichbezogen, lügen pathologisch - und gerade das macht Menschen mit psychopathischen Zügen oft zu erfolgreichen Managern, die jedoch rücksichtslos ”über Leichen gehen”, wenn es um das Verfolgen der eigenen Ziele geht.

Traumata formen das Gehirn

Warum ein Mensch psychopathische Neigungen entwickelt, ist zwar weiterhin nicht vollständig erforscht, aber sicher ist, dass unter anderem psychologische sowie externe Einflüsse sadistische und empathielose Züge fördern. So können massive Kindheitstraumata, verwahrloste oder gewalttätige Eltern und massive Erziehungsfehler entscheidende Faktoren für die Entwicklung einer Person hin zu einem gefühllosen, antisozialen, im schlimmsten Falle kriminellen Psychopathen sein. Denn derartige Erfahrungen über Jahre hinweg formen das Gehirn in eine bestimmte Richtung.

Psychopathen und Dopamin-Überschuss

Was einen Psychopathen zu einem Psychopathen macht und welche Rolle das Gehirn dabei spielt, wollte im Jahr 2010 der Wissenschaftler Joshua Buckholtz der Vanderbilt University in Nashville zusammen mit einem Forscherteam herausfinden. Eine Gruppe von 30 Probanden absolvierte für das Experiment zunächst einen Persönlichkeitstest. Anschließend wurde den Testpersonen ein Amphetamin injiziert sowie eine Positronen-Emissions-Tomografie durchgeführt. Mittels der Tomografie konnte das Forscherteam die Wirkung des Amphetamin im Gehirn nachvollziehen und in welchen Bereichen das Gehirn besonders aktiv ist. Das Ergebnis: Bei den Testpersonen, die vorab im Persönlichkeitstest angegeben hatten, impulsiv-antisoziale Tendenzen zu haben, wurde vom Gehirn extrem viel mehr Dopamin ausgeschüttet als bei den anderen Probanden - das Gehirn von Psychopathen hat ein hyperaktives Dopamin-Belohnungssystem und dürstet in einem nicht natürlichem Ausmaß nach einer Belohnung. Bei der Belohnung spielt der Botenstoff Dopamin eine besondere Rolle, denn er löst Glücksempfindungen aus. Dass für eine psychopathische Tendenz aber allein die überdurchschnittliche Ausschüttung von Dopamin verantwortlich ist, ist so nicht ganz richtig. Denn ein Psychopath leidet bekanntlich zudem unter dem Mangel an Empathie für andere Menschen - einen Zusammenhang zwischen der Produktion von Dopamin und einem fehlenden Mitgefühl konnten Buckholtz und sein Team nicht feststellen.

Fehlendes Mitgefühl - das ist das wesentliche Unterscheidungsmerkmal eines Psychopathen von anderen Menschen mit psychischen Erkrankungen. So gefährlich dies einen Menschen mit psychopathischen Neigungen machen kann, so muss man aber auch festhalten, dass nicht jeder Psychopath gleich zu kriminellen Handlungen übergeht. Stattdessen sind gewisse psychopathische Charakterzüge wie Rücksichtslosigkeit und Ich-Bezogenheit eng mit Erfolg verknüpft - auch wenn dieser Businessvorteil auf dem Rücken anderer ausgetragen wird.

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Admine
Autor: AdmineWebsite: http://www.clairweb.deE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Webmaster und Blogger
Autor Info
Clair, geb. 1966, aufgewachsen in Sondershausen, lebt heute in Baden-Württemberg. Sie ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Hobbys sind Ahnenforschung und Fotografie, außerdem ist sie mit Leidenschaft Webmasterin und betreibt mehrere eigene Webprojekte. Seit 2011 bloggt sie gelegentlich über Dinge, die sie bewegen.

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